In den 70er Jahren wurden landesweit die ersten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung geschaffen. Einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Einrichtungen haben nicht zuletzt die Eltern der Betroffenen geleistet. In Sterzing gehörten Uschi und Franco Perini zu den aktiven Eltern, welche sich für die soziale Arbeit und die Integration von Menschen mit Behinderung eingesetzt haben.
Schließlich wurde 1987 in Sterzing die erste Geschützte Werkstätte im Margarethenhaus Sterzing als Außenstelle von Brixen (Seeburg) mit drei Werkgruppen gegründet. Zwei Jahre später schuf man ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung. 1992 siedelte die Gruppe mit den Werkstätten vorübergehend in das Bezirksaltenheim und im Dezember 1997 in das neu errichtete Sozialzentrum Fugger.
Seit damals sind zehn Jahre vergangen. Inzwischen wurden die Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten erweitert. Im Sozialzentrum Fugger wohnen derzeit elf Personen, 37 Personen arbeiten in den Tageseinrichtungen. Betreut, begleitet und gefördert werden die Menschen mit Behinderung von 34 MitarbeiterInnen unter der Leitung von Edeltraud Braunhofer.
Mitte September feierten die NutzerInnen und die MitarbeiterInnen bei einem Sommerfest das 10jährige Jubiläum des Sozialzentrums. Mit ihnen feierten zahlreiche Angehörige und Freunde, aber auch Landesrat Richard Theiner, Dekan Josef Knapp, die Amtsdirektoren Luciana Fiocca und Paul Zingerle, die Bürgermeister Fritz Karl Messner (Sterzing), Christian Egartner (Brenner), Hans Frei (Pfitsch) und Armin Holzer (Freienfeld) und die Krankenschwestern der Sanität folgten der Einladung.
Der Landesrat lobte die Einrichtung und die MitarbeiterInnen und dankte allen für ihre engagierte Arbeit.
Der Volksmusikmoderator im Rai-Sender Bozen Herbert Pixner aus dem Passeier und Willi Tötsch aus Pfitsch unterhielten mit Ziehharmonika und Gitarre. Begleitet wurden sie dabei auch von der Musikgruppe des Sozialzentrums unter der Leitung von Jack Alemanno.
Anlässlich des Jubiläums werden im Rahmen eines Projektes vom 2.bis zum 10. November 2007 Produkte aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in den Schaufenstern einiger Sterzinger Geschäfte ausgestellt. Das Projekt nennt sich „Transparent“ und wird vom Sozialdienst in Zusammenarbeit mit der Kaufleutevereinigung Sterzing durchgeführt.