Gemeinde Sterzing
Sterzing ist der Hauptort des Südtiroler Wipptales und liegt 950 m ü.d.M. Das Gemeindegebiet umfasst die Fraktionen von Thuins, Tschöfs und Ried.Von den derzeit 5.700 Einwohnern sind 75% deutscher und 25% italienischer Muttersprache.
Sterzing weist eine verkehrsgünstige Lage am Schnittpunkt der Seitentäler des Südtiroler Wipptales (Brenner-, Jaufen-, Penserjochstraße) mit Autobahnausfahrt und Bahnhof auf.
Sterzing ist seit 1971 mit der Stadt Kitzbühel verschwistert.
Historisches
Die Gegend von Sterzing war schon in prähistorischer Zeit besiedelt. Unter Drusus, 14 v. Chr., wurde in der Nähe der heutigen Stadt eine römische Mansion mit Namen Vipitenum gegründet. Im Zuge der Völkerwanderung besiedelten die Bajuwaren unser Land. Es entstanden viele neue Ortschaften, unter anderem auch Sterzing, dessen Name zum ersten Mal um 1200 aufscheint.
Die Sage erzählt, dass ein bresthafter Pilger mit Namen Störz der erste Einwohner des Ortes gewesen sei. Die Stadt führt heute noch den Pilger mit Krücke und Rosenkranz unter dem gestümmelten Tiroler Adler im Wappen. Der Pilger auf dem Wappen kann aber auch Sinnbild für die drei Hospize sein, die Sterzing besaß. Der Tiroler Adler ist Ausdruck der Tatsache, dass die Tiroler Grafen Sterzing als weltliches Bollwerk zum geistlichen Brixen sahen. Die liberale Haltung der Bürger dieser Stadt ist bis heute sprichwörtlich.
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Tourismus
Sterzing verfügt über ein attraktives historisches Einkaufszentrum mit modernen Geschäften und Boutiquen, gemütlichen Gasthöfen, Restaurants, Cafés, Pubs und Diskotheken.
Umlaufseilbahn zum Roßkopf (2.176 m - Ausgangspunkt für Touren und Bergwanderungen). Im Winter beliebtes Skigebiet von besonderer Bedeutung für Einheimische und Gäste...
Zum Tourismusverein Sterzing
Sehenswürdigkeiten
Ungefähr auf halber Höhe in der Neustadt von Sterzing befindet sich das Rathaus (zwischen 1468 und 1473 erbaut), das einen der ältesten Theatersäle Tirols beherbergt, den Vigil-Raber-Saal. Im Innenhof kann eine Marmornachbildung des römischen Mithrassteines besichtigt werden, das Original ist im Archäologiemuseum in Bozen aufgestellt. Der Stein wurde 1589 in Mauls nahe Sterzing gefunden.
Gegen Norden schließt der so genannte Zwölferturm die Neustadt gegen den Stadtplatz ab. Er ist - neben dem Wappen - zum Wahrzeichen der Stadt geworden.
Am Stadtplatz befindet sich die äußerlich unauffällige Kirche zum Heiligen Geist, die älteste erhaltene Kirche Sterzings (14. Jhd.), die im Inneren schönen Freskenschmuck aufweist.
Vergleichsweise imposant ist dagegen die Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau im Moos, die etwas abseits am Südende der Stadt liegt. Der Chor der riesigen Hallenkirche stammt aus dem 15., das Langhaus aus dem 16. Jahrhundert. Für die gewaltigen Säulen im Inneren wurde weißer Marmor verwendet. Besonders reich geschmückt ist das von Mattheis Stöberl entworfene Südportal der Kirche mit Gedenkinschrift an die Grundsteinlegung zum Langhaus durch Maximilian I. im Jahre 1497. Die aus der Barockzeit rührenden Gewölbefresken stammen von Adam Mölk.
Neben der Pfarrkirche liegt der Gebäudekomplex der ehemaligen Deutschordenskommende, kurz Deutschhaus genannt, dessen Wurzeln bis auf das Jahr 1241 zurückgehen. Es beherbergt heute unter anderem das Stadt- und das Multschermuseum. Die Prunksäle, in denen die beiden Museen untergebracht sind, lohnen allein schon einen Besuch im Deutschhaus. Noch viel mehr gilt dies für die dort ausgestellten Altartafeln aus der Werkstatt des Ulmer Meisters Hans Multscher. Sie zierten einst einen gotischen Flügelaltar in der nahe gelegenen Pfarrkirche, von dem nur mehr Reste erhalten geblieben sind. Die acht Bilder zeigen zum einen das Passionsgeschehen, zum anderen Szenen aus dem Leben Marias. Lohnenswert ist auch ein Besuch der kleinen Elisabethkirche im Deutschhaus. Ihre Kuppel ist mit Fresken des Augsburger Rokokomalers Matthäus Günther ausgestattet.
Ein stimmungsvolles Kirchlein ist auch die St. Peter- und Paulkirche (1474) im Ansitz Jöchelsthurn in der Frundsbergstraße. Im Jöchelsthurn selbst ist das Bergbaumuseum einquartiert.

Fakten
Fläche:
Gesamtfläche: 3.318 ha
Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 1.155 ha
Alpen: 109 ha
Wald: 1.726 ha
Unproduktive Fläche: 210 ha
Baufläche: 118 ha
Bevölkerung laut Volkszählung:
Jahr Einwohner
1951 3.596
1961 4.059
1971 4.565
1981 5.291
1991 5.596
1999 5.702
2000 5.755 75,03 % (dt.)
24,67 % (ital.)
0,30 % (lad.)
Erwerbsstruktur:
186 Handelsbetriebe
159 Handwerksbetriebe
103 Beherbergungs- und Restaurationsbetriebe sowie Cafés
28 Industriebetriebe
143 landwirtschaftliche Betriebe
Die Hauptwirtschaftszweige der Gemeinde Sterzing sind Handel und Fremdenverkehr.
Sterzing verfügt über ein attraktives historisches Einkaufszentrum mit modernen Geschäften und Boutiquen, gemütlichen Gasthöfen, Restaurants, Cafés, Pubs und Diskotheken.
In der Industrie haben vor allem der Seilförder- und Pistenraupenbau der Firma Leitner AG sowie die Tätigkeit der Sterzinger Bauunternehmen internationale Bedeutung.
Politik
Die Bürgermeister seit 1952:
1952 - 1963 Hans Saxl
1963 - 1973 Karl Oberhauser
1973 - 1974 Hans Salazer
1974 - 1977 Alois Graus
1977 - 1981 Dr. Rudolf Pichler
1981 - 1990 Josef Larch
1990 - 2000 Dr. Fritz Karl Messner
seit 2000 Dr. Thomas Egger
Gemeindeverwaltung im Jahr 2005:
Bürgermeister
Dr. Messner Friedrich Karl (SVP)
Vizebürgermeister
Schwabl Wieser Brunhilde (SVP)
Stadträte
Casazza Valeria (Zusammen für Sterzing)
Ferri Daniele (Zusammen für Sterzing)
Frick Johann (SVP)
Gogl Erich (SVP)
Leitner Andreas (SVP)
Gemeinderäte
Alber Martin (SVP)
Alemanno Roberto (Zusammen für Sterzing)
Debiasi Verena (Bürger Forum Cittadini)
Eisendle Recla Christine (SVP)
Fleckinger Andreas (SVP)
Goller Heinz (Union für Südtirol)
Knollenberger Matthias (SVP)
Larch Markus (SVP)
Leitner Nutzinger Juliane (SVP)
Steiner Carmen (Bürger Forum Cittadini)
Forer Heinrich (Bürger Forum Cittadini)
Marazzo Silvana (Alleanza Nazionale)
Rossi Francesco (Forza Italia)
Gemeindesekretär
Rag. Helmuth Kiebacher