Integration Wipptal: Neue Informations- und Beratungsstelle „We Meet“ für Mitbürger:innen mit Migrationshintergrund wurde in Sterzing vorgestellt
Im Vigil Raber Saal in Sterzing stellte kürzlich der Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft gemeinsam mit dem Projektträger „Centro di ricerca e formazione“ sowie dem GRW Sarntal die neue Informations- und Beratungsstelle für Migrant: innen vor, welche im Rahmen eines ESF-Projektes aktiviert werden konnte. Zwei weitere neue Angebote, die im Rahmen desselben ESF-Projektes umgesetzt werden, sind der Migrantenschalter in Brixen und in Bozen der „Schutzhütte B1 Rifugio EO“.
Der Einladung zur Vorstellung des Projekts folgten zahlreiche Netzwerkpartner und Stakeholder. In einem inklusiven Setting fand ein interessanter und konstruktiver Austausch über die Herausforderungen und Chancen der Integration statt. Diskutiert wurden insbesondere die Bedeutung einer guten Vernetzung sowie die Notwendigkeit verlässlicher Orientierungshilfen und klarer Rahmenbedingungen.
Hervorgehoben wurde zudem, dass bereits zahlreiche Maßnahmen bestehen, um Menschen, die zu uns kommen, das Ankommen zu erleichtern und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Hinderlich sind Ängste und Unsicherheiten auf Seiten der Menschen, die hier ihre Heimat haben und den Menschen, die hier bei uns ein neues Zuhause aufbauen wollen. Das Projekt kann einen Beitrag für ein respektvolles Zusammenleben leisten. Mit „We Meet“ steht ein niederschwelliges und kostenloses Angebot für Menschen mit Migrationsgeschichte zur Verfügung, das Orientierung durch Information, Unterstützung bei bürokratischen Angelegenheiten, Beratung sowie Vorbereitung und Begleitung bei der Arbeits- und Wohnungssuche oder bei Behördengängen gibt.
Darüber hinaus unterstützt „We Meet“ unsere neuen Mitbürger: innen durch die Vermittlung zu bestehenden Angeboten und die Organisation gezielter Kursmaßnahmen. Von zentraler Bedeutung sind dabei der Erwerb der deutschen und italienischen Sprache sowie das Verständnis alltäglicher Abläufe und Regeln, etwa im Bereich der Mülltrennung oder im alltäglichen nachbarschaftlichen Zusammenleben, bei Behördengängen oder im Gesundheits- und Bildungssystem. Diese Kompetenzen bilden eine wichtige Voraussetzung für ein selbstständiges Leben und eine erfolgreiche Integration.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure. Durch die Zusammenarbeit von Institutionen, Organisationen und engagierten Personen sollen nachhaltige Lösungen geschaffen und die gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden.
Integration ist ein langfristiger Prozess, der die Mitwirkung aller Beteiligten erfordert. Die neue Beratungsstelle schafft hierfür wichtige Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote. Gleichzeitig braucht es vonseiten der Menschen, die hierherkommen, um sich hier ein neues Zuhause aufzubauen, die Bereitschaft sich aktiv einzubringen und den Integrationsprozess eigenverantwortlich mitzugestalten.